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Repair Conditioner

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UNDONE IST DAS SCHLAGWORT

Weltmeister im Hairstyling? Das gibt es. Und die Schweiz stellt ihn zum fünften Mal in Folge. Im Alter von 25 Jahren hat Martin Dürrenmatt viel erreicht. Und er will noch weiter. Während der Globus Beauty Days verrät Martin seine besten Tipps, ganz nach seinem Beauty-Motto, das lautet: Weniger ist mehr.


Wie wird man Frisuren-Weltmeister? 

Ich habe den klassischen Weg über eine Coiffeurlehre eingeschlagen. Ich wusste allerdings schon als Knirps, dass ich Coiffeur werden will. Als Dreijähriger habe ich meine Mutter mit Plastikschere und Kamm frisiert. Bereits im ersten Lehrjahr nahm ich dann an Wettbewerben teil. Im zweiten Ausbildungsjahr konnte ich an die Schweizer Meisterschaft und danach an die Weltmeisterschaft, die alle zwei Jahre stattfindet. Wenn man sich einmal dafür qualifiziert hat, wird man immer wieder eingeladen.

 

Was macht man an einer Hairstyling-Weltmeisterschaft? 

Es gibt Wettbewerbe in allen Haarkategorien, von Schneiden über Färben bis Stylen. Ich habe immer die Kategorien Trend Cut, Full Fashion und Evening Fashion gemacht. Man bereitet sich monatelang vor. Ich zerschneide im Training 60 bis 70 Puppenköpfe, um ganz sicher zu sein, dass eine Frisur funktioniert. An der Meisterschaft muss alles perfekt sein. Man kommt auf die Bühne und hat eine halbe Stunde Zeit, sein Können zu zeigen. Da muss alles wie im Schlaf gehen. Mein Spezialgebiet an Wettbewerben sind Trendschnitte. In Seminaren zeige ich lieber Hochsteckfrisuren.

 

Die Teilnahme an Weltmeisterschaften ist aber nicht Ihr Alltag, oder?

Nein, an Meisterschaften gehört man mit 23 schon zu den Senioren. Fünf Weltmeistertitel sind eine schöne Zahl und auch genug. Ich werde in Zukunft nicht mehr am Wettbewerb teilnehmen, sondern als Juror. Darin habe ich im letzten Jahr eine Ausbildung absolviert. Hauptsächlich gebe ich Seminare und Schulungen für andere Coiffeure und auch für Firmen. Und seit zwei Jahren arbeite ich als Freelancer beim Schweizer Fernsehen. 

Wie sind sie dazu gekommen?

Ich wollte immer zum Fernsehen und habe mehrere Anläufe gebraucht, bis es klappte. Man muss da noch einiges dazulernen wie die Wirkung von Haarstyling und Make-up am Bildschirm und die Produktionsabläufe, d.h., wann man in eine Sendung hineinspringen darf, um den Look der Moderatoren schnell aufzufrischen. Beim Fernsehen mache ich die Haare und das Make-up. Nicht nur im Studio, sondern auch für Aussenreportagen oder Sportübertragungen wie den Spengler Cup oder die Sports Awards. Ausserdem werde ich für Werbeshootings gebucht und ich bin mit Prominenten unterwegs, die ich zum Teil übers Fernsehen kennenlerne. Sie buchen mich dann für andere Auftritte. Im Winter hat mich eine TV-Station fürs World Economic Forum in Davos engagiert.


Mit Ihrer Erfahrung, Leute fürs Rampenlicht gut aussehen zu lassen: Was sind die besten Tricks und Tipps?

Tendenziell gilt: Weniger ist mehr. Das ist die gute Grundregel für den Alltag als auch für spezielle Anlässe. Den Aufwand für Haare und Make-up zu reduzieren, ist viel besser. Eine Haut, die zugekleistert wie eine Leinwand aussieht, ist viel unattraktiver als sichtbare Augenringe. Die Haut braucht Glanz und Leben. Reduzieren ist deshalb der gute Weg. Für den Look im Detail gibt es keine allgemeinen Regeln. Dieser ist sehr individuell, denn jeder sieht mit etwas anderem gut aus.


Beim Wort Hautglanz werden einige etwas hysterisch...

Also, zuerst sollte man den Hauttyp kennen. Wenn jemand wirklich stark glänzt, dann rate ich, die T-Zone mit einem Antishine-Produkt zu behandeln. Diese gibt es von diversen Marken. Das hilft schon. Dann wird das Make-up zum Abmattieren darüber aufgetragen. Airbrush-Make-up auf Wasserbasis ist matt und eine gute Lösung bei starkem Hautglanz. Ich benütze es aber eher für Männer. Bei Frauen verwende ich lieber flüssiges oder cremiges Make-up. Das wirkt natürlicher.


Kommen wir zurück auf Ihr Kerngebiet, die Haare. Wie gelingt die Frisur?

Die gute Vorbereitung ist die halbe Miete. Man muss die richtige Menge Produkte in die Haare geben und sie richtig eindrehen oder strecken, je nachdem. Dann hält das Styling auch und es lässt sich wenn nötig zwischendurch einfach auffrischen.

Wellen und Locken bis zum Afro sind im Moment angesagt. Welche Hairstyles finden Sie gut? 

Neulich kam eine Teilnehmerin mit geflochtenen Zöpfen zu einem Seminar. Im Verlauf des Tages öffnete sie die Zöpfe und hatte coole Wellen. Das gefiel mir so gut, dass ich es gleich in mein Repertoire übernahm. Ich habe den Look ausprobiert, verfeinert und setze ihn nun um. Haare müssen nicht immer ein Kunstwerk sein. Undone ist das Schlagwort. Locken wirken sehr natürlich. Man sieht keine gemachten Frisuren.

 

Wo finden Sie Inspiration?

Ich bin kreativer, wenn ich nicht kreativ sein muss. Am wichtigsten ist es, aufmerksam und empfänglich zu sein. Im Kaffee, an Anlässen, auf der Strasse und im Internet. Damit bin ich bisher gut gefahren. Grundsätzlich ist für mich die Strasse die beste Inspirationsquelle. Ich speichere alles ab, fotografiere zum Teil, und wenn ich eine Frisurenkollektion zusammenstelle, hole ich alles hervor.

 

Welche Tipps und Empfehlungen haben Sie für Badhair-Days?

Ich arbeite viel mit Hairspray und Haarpuderspray sowie mit Haarölen und Stylingcremes. Letztere funktionieren auch bei feinem Haar. Man muss nur wenig nehmen. Diese vier Produkte habe ich immer dabei. Vom Styling her empfehle ich einen hohen Rossschwanz oder einen hohen Dutt. Wichtig ist, dass sie hoch angesetzt werden. Schlimm ist, wenn sie am Hinterkopf kleben. Ein Rossschwanz im Rattenschwänzchen-Stil geht gar nicht. Man kann die Haare auch einfach mit einem der vier erwähnten Produkte bearbeiten, offen lassen und hinter die Ohren streichen.

 

Gibt es Golden Rules im Umgang mit den Haaren?

Weniger waschen und weniger Streckeisen und Lockenstäbe verwenden ist besser gegen das Austrocknen. Aber jeder hat andere Bedürfnisse und Voraussetzungen. Wenn das Haar schneller nachfettet, muss man sie häufiger waschen. Haarpflege ist mega wichtig. Fast alle haben chemisch behandelte Haare. Und wenn man die Haare mit Hitze stylt, sind pflegende Öle und ein Hitzeschutz sehr zu empfehlen. Aber es ist Blödsinn, allgemeingültige Regeln aufzustellen. Die Qualität und das Verhalten der Haare sind sehr individuell. Fachberatung und Profipflege sind deshalb sehr zu empfehlen.