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Big Green Egg

John Daly träumte vom einem perfekten Grill. Einer, der die Hitze besonders gut speichert, mit dem man Garen und sonst noch Einiges anstellen kann. Wie Räuchern zum Beispiel. Als er vor ein paar Jahren in den USA unterwegs über einen Podcast von einem Holzkohlerill mit dem seltsamen Namen «Big Green Egg» hörte, wusste er noch nicht, dass dieser sein wahr gewordener Traum war und auch noch gleich sein Leben verändern würde. Heute ist der gebürtige Ire und ehemalige Tourismusmanager der Repräsentant von «Big Green Egg» für die Schweiz. 

«Andreas Caminada besorgte sich als Erster ein Big Green Egg.»

Sein erster Kunde: Andreas Caminada, den er spontan per Mail, ohne grosse Hoffnung auf Antwort angeschrieben hatte. Doch Caminada orderte postwendend. Mittlerweile hat jeder grosse Namen der helvetischen Fine-Dining-Szene den froschgrünen Keramikgrill in der Küche. So etwa Nenad Mlinarevic, Fabian Fuchs, Heiko Nieder, Markus Linder und Tanja Grandits. Neben dem Sous-vide-Garer und ein Pacojet ist der «Big Green Egg» in den Grandes Cuisines nicht nur hierzulande sondern auf der ganzen Welt zum beliebtesten Küchenhelfer geworden. 

«Aus dem traditionell japanischen Kamado-Grill wurde ein Küchenhelfer für Spitzenköche.»

Der Holzkohlegrill mit seiner typisch grünen Keramikkuppel und der gehämmerten Oberfläche basiert auf dem japanischen Kamado-Grill, der  in den 1960ern von amerikanischen GIs mit in die Heimat gebracht wurde. Darunter der ehemalige Navy Offizier Ed Fisher aus Atlanta, der den eiförmigen Keramikofen Jahre später zum «Green Egg» weiterentwickelte. Dazu ersetzte er die herkömmliche Tonerde mit vom NASA entwickeltes High-Tech-Keramik, Farbe grün. 

Mit dem ovalen Holzkohlegrill lässt sich Grillieren, Backen, Räuchern, scharf Anbraten und Niedergaren. Dank der High-Tech-Keramik verfügt das «Big Green Egg» über einen aussergewöhnlich guten Temperaturspeicher und vermag die Hitze, die sich zudem schnell und sehr präzise steuern lässt, über 20 Stunden zu halten. Mit diesen fabelhaften Eigenschaften ist das «Big Green Egg» mehr als ein Gerät für die Grillsaison, sondern eine wertvolle Ergänzung zum Alltagsherd.

«Mit dem Green Egg kann man Aromen herauskitzeln, wie es herkömmlich nicht möglich ist.»

Beim « Big Green Egg» funktioniert die isolierende Keramikhülle ähnlich wie beim Römertopf. «In der keramischen Umgebung wird das Gargut im eigenen Saft gegart und trocknet nicht aus. Damit können sich auch die Aromen voll entfalten», erklärt Daly. Fast so einfach wie ein Römertopf ist die Handhabung des «Big Green Egg». Vorausgesetzt man kennt sich mit ein paar Tricks aus.  John Daly verrät, auf was es ankommt.

THINK DIFFERENT! 

Als Keramik-Grill eignet sich der «Big Green Egg » nicht nur zum Braten. Er ist auch ein Ofen, in dem man Pizza, Brot oder auch einen Schokoladenkuchen backen kann. Zusammen mit Räucherchips, zum Beispiel aus Kirschbaum- oder Whiskyfassholz, kann er auch als Smoker eingesetzt werden. Und er ist perfekt, um Sous-vide-Gegartes zu regenerieren, da er dieses sehr schnell bräunt und nicht austrocknet.

DAS RICHTIGE ANZÜNDEN DER HOLZKOHLE 

Die Holzkohle nicht von unten sondern von oben anzuzünden. Das ist sehr wichtig, damit  die Luftzufuhr, die von unten kommt, auch gut funktioniert. 

DIE MENGE DER HOLZKOHLE 

Den «Big Green Egg» sollte man für ein gutes Resultat vor dem Gebrauch immer ganz mit Holzkohle füllen, egal ob wenig oder viel gegart wird. 

Die Holzkohle kann man nach dem Grillen ganz einfach löschen indem die Sauerstoffzufuhr geschlossen wird und am nächsten Tag der Restkohle wieder anzünden und benutzen.

DIE WAHL DER HOLZKOHLE

Eine gute Qualität ist entscheidend und auch die Grösse der Kohlenstücke. Hier gilt: je grösser, desto besser. Top ist die Romooser Holzkohle aus dem Entlebuch, die nach alter Köhlertradition aus Buchenholz hergestellt wird.