Die Geschichte des Gins

Die Geschichte des Gins

Noch vor einigen Jahren fristete der Gin einSchatten-Dasein. Dank des Revivals der Cocktail-Kultur wurde der Wacholder-Brand zum Glück wieder entdeckt und so gilt er heute als eine der beliebtesten Spirituosen der Welt. Woher stammt eigentlich der Gin? Und wer hat ihn erfunden? 

Text: Stephanie Barbara Hidber
08. April 2019
Franciscus de la Boë – niederländischer Arzt und Erfinder des Gins.

Ein Teil Gin, zwei Teile Dubonnet, zwei Eiswürfel und ein kleines Stück Zitronenschale – fertig ist der klassische Britische Gin-Cocktail. Das Rezept ist zwar uralt, doch erst in den letzten Jahren kamen die Briten wieder auf den Geschmack. Denn noch vor rund fünfzehn Jahren steckte der Gin in einer tiefen Krise. Während der russische Kartoffelschnaps, also Wodka, zur beliebtesten Spirituosen der Briten geworden war, sackte der Marktanteil des würzigen Wacholderschnapses in den Keller.

Die Geschichte des Gins – eine holländische Schnapsidee

Doch werfen wir einen Blick zurück, zum Ursprung des Gins: Denn seine bewegte Historie beginnt nicht, wie oftmals fälschlicherweise angenommen in Grossbritannien, sondern in Holland. Der niederländische Arzt Franciscus de la Boë (1614 – 1672) galt als experimentierfreudiger Mediziner, der um die Heilwirkung der Wacholder-Pflanze wusste und an einem Heilmittel gegen Magen- und Nierenerkrankungen tüftelte. Er nannte es «Genever», abgeleitet von der holländischen Bezeichnung für Wacholder und musste bald feststellen, dass seine Patienten von seiner «Spirituosen mit Heilwirkung gegen Magenverstimmung» äusserst angetan waren.

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Die ständig steigende Nachfrage nach Genever brachte den Erfinder in Bedrängnis und Franciscus de la Boë musste Brennereien mit der Herstellung beauftragen. Schon bald kamen auch englische Soldaten, die im holländisch-spanischen Krieg an der Seite von Holland kämpften auf den herben Geschmack. Und als der Niederländer Wilhelm von Oranien 1689 den britischen Thron besteigt, hielt der Genever endgültig auf der britischen Insel Einzug. Fortan wurde er «Gin» genannt und versetzte ganz England in einen totalen Gin-Hype.

Vom Gin-Craze zum Cocktail-Hit

Doch mit Genuss hatte dieser Konsum leider nicht mehr viel zu tun: «Gin-Craze», Gin-Wahn, nennt man heute die rund 50 Jahre, in denen sich die Engländer buchstäblich ins Elend tranken. Rund 10 Millionen Gallonen Gin, der damals auch «Mother’s Ruin» genannt wurde, flossen jährlich in die Kehlen von nur einer halben Million Londoner. Die Sterblichkeitsrate überstieg die Geburtenrate, zwei Drittel der Kinder starben vor dem 5. Lebensjahr. Es brauchte mehrere Gesetze bis man 1751 den Gin-Craze endlich wieder in den Griff bekam.

«Fortan wurde er «Gin» genannt und versetzte ganz England in einen totalen Gin-Hype»

Zur beliebten Cocktail-Basis avanciert der Gin um 1800, wobei er seine Beliebtheit drei Erfindungen zu verdanken hatte: Der künstlichen Kohlensäure, Eiswürfel und Kühlschränke. Mit verschiedenen «Botanicals» (Kräuter, Früchte, Gewürze, Blätter und Blüten) aromatisiert, eignet sich Gin dank seines starken Aromas vor allem gemixt mit anderen Getränken. Die Cocktail-Kultur nimmt ihren Lauf, es wird ausgelassen gemixt und getrunken. Barkeeper kreierten Cocktails wie Gimlet, Gin Fizz, French 75 oder White Lady, der britische Gin wird weltweit exportiert.
In den 1950 Jahren ist dann Schluss mit lustig: Die Wacholder-Spirituose wird von seinem stärksten Konkurrenten, dem Wodka, vom Markt verdrängt. Sie wird erst wieder entdeckt, als kreative Herstellerin den Nuller-Jahren mit neuen Zutaten zu experimentieren beginnen und damit die Renaissance des Gins einläuten. Der Rest ist Geschichte. Mittlerweile wird sogar bei uns in der Schweiz, wo bisher vor allem Obstbrände dominierten, fleissig und vor allem erfolgreich Gin hergestellt.

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