Wie das Tonic in den Gin kam

Wie das Tonic in den Gin kam

Er ist in der Bar- und Klubkultur nicht mehr wegzudenken. Gradlinig, frisch und im Nu zubereitet gehört der Gin Tonic zu den populärsten Longdrinks der Welt. Eine kleine Einführung – und Betriebsanleitung – für den zeitlosen Drink-Klassiker.

Text & Fotos: Globus
 

Ein Drink, so einfach, wie historisch. Gin, Tonic Water, Eis, fertig! Echte Gin-Kenner werden hier sofort widersprechen, denn die beiden Hauptzutaten müssen perfekt aufeinander abgestimmt sein. 

Die Geschichte des Gin Tonics geht ins frühe 19. Jahrhundert zurück: Erfunden wurde er von der Armee der British East India Company, nachdem der schottische Arzt George Cleghorn einige Jahre zuvor entdeckt hatte, dass Chinin zur Behandlung und Prophylaxe von Malaria verwendet werden kann.

Da der Extrakt aus der Rinde des Chinabaumes sehr bitter schmeckte, mischten die britischen Offiziere diesem oft Wasser, Zucker, Limettensaft und Gin bei, um den unangenehmen Geschmack zu kaschieren. Und so entstand einer der populärsten Sommerdrinks der Welt. Über das richtige Mischverhältnis von Tonic zu Gin lässt es sich durchaus streiten – besonders mit routinierten Barkeepern – denn es ist essentiell für den Geschmack. Mit einem Mischverhältnis von 1:4 oder 1:3 macht man sicher nichts falsch.

paarungen für einen perfekten gin tonic

Generous Gin

Odevie

Generous Gin

CHF 49.90

Odevie

Generous Gin

CHF 49.90
Ki No Bi Kyoto Dry Gin

Kyoto Destillery

Ki No Bi Kyoto Dry Gin

CHF 79.90

Kyoto Destillery

Ki No Bi Kyoto Dry Gin

CHF 79.90
Intensely Smooth Premium Gin

Brockmans

Intensely Smooth Premium Gin

CHF 69.90

Brockmans

Intensely Smooth Premium Gin

CHF 69.90
Classic Tonic Water

ERASMUS BOND

Classic Tonic Water

CHF 2.40

ERASMUS BOND

Classic Tonic Water

CHF 2.40
Tonic Water

LE TRIBUTE

Tonic Water

CHF 2.90

LE TRIBUTE

Tonic Water

CHF 2.90
Mehr Gins

Der Zürcher Tonic Water-Produzent HG Hildebrandt von Gents verrät Globus exklusiv seine bevorzuge Zubereitungsart für einen «perfekten» Gin Tonic:

«Zuerst kommen möglichst grosse Eiswürfel oder -Kugeln mit trockener Oberfläche ins Glas. Dann giesse ich den Gin übers Eis, öffne das Tonic und lasse es langsam ins Glas laufen, um möglichst viel Kohlensäure in der Flüssigkeit zu belassen. Anschliessend einen Streifen Zitronenschale über dem Glas ausdrücken und dazugeben.

«Jeder kriegt einen Gin Tonic hin. Aber einen richtig Guten zu machen ist gar nicht so einfach, wie es klingt.» 

 

Master Bartender Mario Knox, The Other Room Singapur

Was die ideale Paarung von Gin und Tonic betrifft, lohnt es sich, einen Blick auf die Liste der im Gin verwendeten Botanicals zu werfen, um dann sowohl das Tonic Water, als auch allfällige Garnituren wie Zitrone, Gurke, Rosmarin oder rosa Pfeffer dazuzugeben.

Und zum Schluss ist die Präsentation eines guten Gin Tonics ebenfalls nicht unbedeutend. Das klassische, schnörkellose Longdrink-Glas ist immer noch die erste Wahl für diesen gradlinigen Highball. Doch gerade die neuen Gin-Sorten, die zum Teil auf ziemlich raffinierte Aromabouquets setzen, können in einem Ballonglas (oder gar Burgunderkelch) ihre ganze Komplexität entfalten, die weit über das klassische Wacholder-Aroma hinausgehen können.

Jetzt fünf Gin Tonic Kreationen vom Profi entdecken