Die Erfolgsgeschichte des Deux Frères Gin

Die Erfolgsgeschichte des Deux Frères Gin

Einen Gin zu kreieren, der sich von Hunderten Konkurrenten spektakulär abhebt: Zwei Brüdern aus der Nähe von Zürich ist dieses Kunststück gelungen – mit viel Know-how und einer Geheimzutat. Die Erfolgsgeschichte des Deux Frères Gin.

Text Christina Hubbeling, Fotos Roderick Aichinger
22. August 2018
Seine blaue Farbe verdankt der Deux Frères Gin einer asiatischen Blüte.

Vor den Toren der Stadt Zürich, wo vom Trubel der Metropole nichts zu spüren ist, liegt der alte Bauernhof der Familie Grundböck. Gian und Florian sind hier aufgewachsen, zusammen mit zwei Hunden und einer grossen Schafherde.

In einem Teil der ehemaligen Scheune ist das Labor der Brüder untergebracht, auf etwa 25 Quadratmetern entsteht hier der aufsehenerregende Deux Frères Gin. Sein Erfolgsrezept: Zum Destillat, das in einer alten österreichischen Traditionsbrennerei nach dem London-Dry-Gin-Verfahren hergestellt wird, kommt eine Mischung aus 25 Botanicals, von denen eines streng geheim ist.

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Für die Rezepturen und das Tüfteln im hauseigenen Labor ist der Getränke- und Lebensmitteltechnologe Florian zuständig. Gian Grundböck, der früher Profi-Handballer war und nebenbei BWL studierte, kümmert sich um das Administrative. Denn was 2015 im heimischen Labor klein begann, hat sich inzwischen zu einem florierenden Unternehmen entwickelt. «Destillieren ist etwas enorm Faszinierendes. Wenn sich der Alkoholgehalt um nur ein Volumenprozent verändert, nimmt das Getränk einen komplett anderen Geschmack an», sagt Florian Grundböck. Gin lässt dem kreativen Tüftler viel Freiraum für Experimente. Rund zwei Jahre hat der 31-Jährige an seinem Rezept gearbeitet und am Ende eine Möglichkeit gefunden, dass der Deux Frères Gin seine Farbe beim Zubereiten verändert: Dank seines neutralen pH-Werts ist der Wacholderschnaps im Cocktailglas zunächst tiefblau. Kommt Tonic-Wasser dazu, wird das Getränk sauer und die Farbe schlägt um in ein dunkles Violett. Mit noch mehr Tonic entsteht ein sanftes Rosa.

«Gin lässt einem
extrem viele
Freiheiten beim
Experimentieren.»

Möglich wird der Farbwechsel durch das 25. Botanical – eine Blüte aus Asien, mehr wollen die Brüder Grundböck nicht verraten. Die Veränderung der Farbe, so augenfällig sie auch sein mag, steht für sie ohnehin nicht im Vordergrund. «Uns geht es darum, einen guten Gin zu produzieren», sagt Florian Grundböck. «Alles andere ist nur eine Spielerei.» Die aber kommt bei Gin-Liebhabern extrem gut an. Genau wie die dunkelbraune Retro-Apothekerflasche, in die der Schnaps abgefüllt wird. Sie schützt die Farbpigmente des Gins vor den UV-Strahlen der Sonne. Gleichzeitig ist sie eine Anspielung an Florian Grundböcks Zeiten im Chemielabor – ein Hinweis, dass hier Profis am Werk sind.